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Die tendenzielle und zum Teil auch unfaire Berichterstattung der letzten Wochen in einigen Medien im Zusammenhang mit der „Interessenbekundung zur Beteiligung an einem Bundes-Förderprogramm“ (https://www.erfurt.de/mam/ef/service/mediathek/publikationen/amtsblatt/2022/abl_2022_20.pdf) , hier Seite 2, sowie den „Sportentwicklungsplan EF 2030“ haben Bürger*innen der Stadt veranlasst direkt oder indirekt mit uns Kontakt aufzunehmen. So wurde bspw. in einer Google-Rezension behauptet, die Stadt hätte es 30 Jahre nicht geschafft etwas anständig zu planen (gemeint war das Eissportzentrum – d.A.), eine andere Bürgerin beschwerte sich über die allgemeinen baulichen und hygienischen Zustände und fragte „… möchte man den Eissport (Eishockey und Eiskunstlauf) in der Stadt Erfurt wirklich erhalten?“.

Ich kann diese Frage nur mit „ja“ beantworten und möchte wie folgt begründen:

Die Landeshauptstadt Erfurt hat in den letzten 3 Jahren 3.673.926,93 Mio. EUR in das Eissportzentrum – davon mehr als 1,6 Mio. EUR direkt in die kleine Eishalle – investiert, auch und nicht zuletzt um dessen/deren Betrieb aufrechtzuerhalten. Hierzu zählen die Belüftungsanlage für 651.086,00 EUR (2019-2021), die  Dachsanierung für 423.690,79 EUR (2022), diverse Brandschutzmaßnahmen für 106.740,86 EUR (2019-2020), der BOS Gebäudefunk für 166.738,66 EUR (2021-2022), sowie Umbau/Sanierungsmaßnahmen im Funktionsgebäude für 478.381,17 EUR (2019-2022). Darüber hinaus wurde noch eine Eispflegemaschine für 145.750,00 EUR angeschafft bzw. der Austausch der Verdichter zur Kälteerzeugung für 1.664.019,94 EUR (2020-2022) realisiert, hier das gesamte Eissportzentrum in Gänze betreffend.

Hinzu kommen „laufende Aufwendungen“ (insbesondere für Energie) von 1.527.902,21 EUR (2019), 1.559.112,08 EUR (2020), 1.638.104,97 EUR (2021) bis jüngst 1.336.822,06 EUR (Stand 18.10.22)

Für die Sanierung der Beleuchtung (LED) sind 2023  ausgabeseitig 232 TEUR eingeplant, davon 93 TEUR aus Förderung des Bundes (betrifft ausschließlich die kleine Eishalle).

Und ja – um professionell Eishockey spielen zu können bedarf es einiges mehr an Geld – 12 Mio. EUR + x. Eine „anständige Planung“  – Leistungsphase 3/4 gemäß HOAI – gibt es bereits.

Gemessen an den Aufwendungen für „alle sonstige Sportanlagen“ ist dies ein immenser Aufwand, der für Eishockey, Eiskunstlauf, Eisstockschießen und Curling allein von der Stadt Erfurt getragen wird. Lediglich beim Eisschnelllauf beteiligt sich der Bund im Rahmen der Trainingsstättenförderung anteilig an den Betriebskosten.

Auch wenn ich vielleicht den Unmut bei den eissportinteressierten Erfurterinnen und Erfurtern nicht komplett auflösen konnte, so hoffe ich doch, dass meine Antwort zu einem besseren Verständnis für die Entscheidung, für welche Projekte die Beantragung der Fördermittel zum Projektaufruf 2022 zum Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ erfolgte, beitragen wird. Gleichermaßen hege ich die Hoffnung, dass ich Ihnen näher bringen konnte, dass die Stadt am Erhalt des Eissports sehr interessiert ist, aber eben auch viele andere Sportarten gleichermaßen eine gewisse Berücksichtigung finden müssen, da es auch in den anderen Sportarten viele Erwachsene und Kinder gibt, die sportlich in einem Verein aktiv sind.

Gleichfalls möchte ich an dieser Stelle noch für ein Problem zu sensibilisieren, welches auf städtischer Seite leider zu einem nicht notwendigen erhöhten Aufwand bzw. zusätzlichen Kosten führt und das angeführte Engagement der Stadt (des Steuerzahlers), welches meinerseits oben dargestellt wurde, leider nicht würdigt. Immer wieder werde ich mit einem unschönen Umgang (bspw. der mutwilligen Zerstörung der Beleuchtung/der Duschköpfe; Müllhinterlassenschaften) einiger Eishockeyspieler mit dem Objekt konfrontiert. Die Kabinen unterliegen der alleinigen Nutzung des EHC. Daher wäre es sehr wünschenswert, wenn hier ein sorgsamer Umgang mit dem genutzten Objekt erfolgen würde.

 

J. Batschkus

Werkleiter