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SPORTENTWICKLUNGSPLAN ERFURT 2030 STARTET BEFRAGUNG ZUM SPORTVERHALTEN

ERFURT | SEPTEMBER 2020

Über 10.000 Erfurterinnen und Erfurter bekommen in den nächsten Tagen Post von der Stadt. Sie wurden per Zufallsprinzip ausgesucht und sollen sich in einem Fragebogen zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten äußern. Hintergrund  ist der Sportentwicklungsplan Erfurt 2030, in den Meinungen, Ideen und Anregungen der Bevölkerung und der hiesigen Sportvereine einfließen sollen.

In welche Richtung soll sich der Sport der Landeshauptstadt Erfurt entwickeln? Wo gibt es aus Sicht der sportbegeisterten Bürgerinnen und Bürger zukünftig Verbesserungspotentiale? Welche Handlungsbedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten haben die Erfurter Sportvereine? All diese Fragen sollen im „Sportentwicklungsplan Erfurt 2030″ berücksichtigt werden.

Das rund 18-monatige Planungsverfahren wird wissenschaftlich begleitet, als Kooperationspartner steht der Stadt und dem Erfurter Sportbetrieb das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam der Europäischen Sportakademie Land Brandenburg zur Seite.

„Eine zielorientierte und nachhaltige Sportentwicklungsplanung bringt uns nur etwas, wenn wir so viele Akteure wie möglich einbinden: unsere Bürgerinnen und Bürger – egal, ob sie im Verein organisiert sind oder nicht. Die Vereine und Sportverbände, andere Fachressorts der Verwaltung und die politischen Gremien der Stadt. Nur wenn wir von Anfang an deren Belange und Bedarfe kennen und berücksichtigen, können wir eine integrierte Sport- und Stadtentwicklung erreichen“, zeigt sich Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein überzeugt und ermuntert alle zur Beteiligung an der Befragung sowie am Planungsverfahren.

Prof. Dr. Michael Barsuhn leitet das Team des begleitenden Instituts. Auch er betont, dass eine effektive Planung die lokalen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen müsse, schon allein um mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden. „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, ob im Sportverein oder selbst organisiert beim Joggen oder Radfahren. Deshalb fragen wir im Bürgerfragebogen ganz konkret nach unterschiedlichen Sport- und Bewegungsformen, nach Anbietern und den tatsächlich genutzten Sporträumen.“

Parallel zur Bürgerbefragung werden in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Erfurt auch alle Erfurter Sportvereine im Rahmen einer Online-Befragung in den Planungsprozess mit einbezogen. In spezifischen Fragebögen sollen sie sich äußern zu ihrer aktuellen Situation, zu Perspektiven, Potentialen und möglichen Problemen bei ihrer sportlichen Entwicklung.

Als Grundlage für eine Bestands-Bedarfs-Bilanzierung dient zudem eine fachliche Bestandsaufnahme und -analyse der vorhandenen Sportstätten. Hierzu wurden in den letzten Wochen zum einen bestehende Daten zusammengetragen, zum anderen die kommunalen Sportstätten – einschließlich Schulsportanlagen und Schulfreianlagen – begangen. Nun folgt die fachliche Einschätzung, um eventuelle Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe beziffern zu können.

Die Ergebnisse der empirischen Erhebungen und den jeweiligen Berechnungen aus den Bestands-Bedarfs-Analysen bilden die Basis für die im Anschluss stattfindende kooperative Planungsphase: Im Rahmen moderierter Workshops und Steuerungsgruppensitzungen werden die wissenschaftlichen Ergebnisse präsentiert und zu Handlungsempfehlungen verdichtet.

 

Hinweis:
Für Rückfragen steht Ihnen seitens des Erfurter Sportbetriebes Frau Elisa Goetz telefonisch unter 0361 655-3024 oder per E-Mail an: sportbetrieb@erfurt.de gerne zur Verfügung. Bei Fragen an das Forschungsteam des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) wenden Sie sich bitte an den wissenschaftlichen Leiter Herrn Prof. Dr. Michael Barsuhn unter Büro: +49 (0) 331 / 90 75 71 12 oder per Mail an info@inspo-sportentwicklungsplanung.de